Kindersitze retten Kinderleben!

Hilfreiche Tipps für werdende und frischgebackene Eltern.

Ihr Lieben, das Angebot an Kindersitzen auf dem Markt – ob im Geschäft eures Vertrauens oder Online – ist fast unüberschaubar. Die richtige Wahl in Eigenregie zu treffen wird daher zu einer echten Herausforderung. Zum Glück gibt es dafür aber Spezialisten im Fachhandel. Heute haben wir einen von ihnen getroffen. Kai Schaffran ist nicht nur Vater von 4 Töchtern, sondern auch noch Geschäftsführer der Zwergperten – den Spezialisten für Kindersicherheit im Auto. Hier gilt das Motto „Wir verkaufen nur Kindersitze, in die wir auch unsere eigenen Kinder setzen würden.“ Diese Tipps hat er für eine erste Orientierung für euch vorbereitet.

Warum brauche ich eigentlich einen Kindersitz?

Kindersitze oder „Rückhalteeinrichtungen für Kinder“ sind seit 1.April 1993 für Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr, die kleiner als 1,50m sind, vorgeschrieben. Aber bereits 1963 wusste die Firma Stochenmühle, dass Kinder im Auto besonders geschützt werden müssen und brachte damals mit Nicki“ den ersten Kindersitz auf den Markt. Der erste rückwärtsgerichtete Reboard-Kindersitz folgte 1989 und 2001 wurde das Isofix-System eingeführt. Babyschalen und Kindersitze haben nur eine Funktion: Das Leben DEINES Babys und Kindes zu schützen. Damit sie diese Aufgabe übernehmen und optimal ausführen können, müssen Babyschale und Kindersitz so optimal wie möglich zu deinem Kind und dem jeweiligen Auto passen. Eine erste Orientierung sind die Zulassungsgruppen der Kindersitze. Diese legen mit einer Gruppeneinteilung nach Gewicht (Norm ECE 44/04) oder mit Längen-/Größenangaben (Norm R129/iSize) den Rahmen für die Nutzung fest.

Worauf muss ich bei der Babyschale achten?

Bisher ist dein Baby sicher in deinem Bauch unterwegs gewesen. Doch nun muss eine gute Babyschale her. Diese schützt dein Neugeborenes im Falle eines Unfalls.

Optimale Passform für dein Baby:

Dein Kind entwickelt sich in den ersten Monaten rasant. Du wirst bei den Veränderungen zusehen können! Aus einem Neugeborenen ohne jegliche Körperspannung wird schnell ein Baby, dass sich dreht und erste Sitzversuche macht. Zudem wachsen Babys im ersten Lebensjahr unheimlich schnell. Eine gute Babyschale kann also vielfach an dein Baby angepasst werden. Es gibt herausnehmbare Einlagen, die zusätzlich verändert werden können. Zudem sind Gurte und Kopfstütze auf vielen verschiedenen Höhen einstellbar.

Basisstation – Ja oder nein?

Eine Babyschale kann auf eine Basisstation aufgeklickt werden. Die Basis bleibt fest im Auto eingebaut. Das verhindert Einbaufehler im Alltag und sorgt für zusätzliche Sicherheit. Außerdem geht es schneller und erleichtert es dir, mit deinem Baby unterwegs zu sein.

Und was kommt dann?

Ein Reboarder ist zweifelsfrei der sicherste Auto-Kindersitz für Kinder bis zu vier Jahren! Die Positionierung mit dem Rücken zur Fahrtrichtung bietet mehrere Vorteile, doch das Argument der Sicherheit wiegt in jedem Fall am schwersten. Da Unfälle mit Frontalaufprall der häufigste Unfallhergang sind, wird dein Kind im Falle einer Kollision mit dem Oberkörper und Kopf in der Sitzschale sicher abgefangen und das Risiko schwerster Verletzungen deutlich reduziert. Auch bei einem Seitenaufprall kann der Reboard-Kindersitz mit optimalem Schutz überzeugen.

Was macht einen guten Kindersitz für grosse Kinder aus?

Dein Kind ist jetzt groß genug, um in den großen Kindersitz zu wechseln? Oder bist du noch unsicher? Hierauf solltest du achten: Dein Kind erfüllt die Anforderung ja nach Zulassung des Sitzes
  1. Die Größenanforderung von 100cm Körpergröße. ODER
  2. Die Mindestgewichtsanforderung von 15kg.
Dein Kind ist weiterhin sicher unterwegs, wenn:
  • …dein Kind sicher im Sitz sitzen bleibt und sich z.B. nicht abschnallt
  • …der Kindersitz eine Rückenlehne mit Kopfstütze hat. Nur so ist sein Kopf weiterhin geschützt.
  • …der Kindersitz eine Gurtführung am Hals hat, so dass der Gurt immer sicher über die Schulter verläuft. Nur so ist es vor Verletzungen der Luftröhre und Halswirbelsäule geschützt, die ein zu hoch verlaufender Autogurt auslösen kann.
  • …der Beckengurt nicht im Bauchraum verläuft, sondern über die Oberschenkel oder an den Beckenknochen entlang. Nur so sind die inneren Organe vor schweren und lebensgefährlichen Verletzungen geschützt.
Es wird übrigens von allen Fachleuten empfohlen, immer so spät wie möglich in den großen Kindersitz zu wechseln. Das erhöht die Sicherheit für Dein Kind.

Ihr habt weitere Fragen, dann hört unbedingt in den Podcast mit Kai rein oder besucht die Zwergperten unter: www.zwergperten.de

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